Europa in der Villa Jordaan entdeckt

Foto: Bernd Weber Mitglieder und Freunde der Europa-Union Steinfurt suchten in der Villa Jordaan auf dem Rothenberg in Wettringen nach Spuren Europas in Westfalen.

Steinfurt. Mitglieder und Freunde der Europa-Union Steinfurt waren am vergangenen Dienstag wieder einmal auf der Suche nach Spuren Europas in Westfalen. Unter sachkundiger Führung von Wettringens Bürgermeister a.D. Engelbert Rauen besuchte man das Landhaus Rothenberge der Bertha Jordaan-van Heek Stiftung. Das heute von der Universität Münster genutzte Gebäude wurde von dem deutsch-niederländischen Ehepaar Jan Jordaan und Bertha van Heek nach den Entwürfen des münsterschen Architekten Görries im Stil französischer Landhöfe zu Beginn der 1920er Jahre errichtet. Der Bankier Jan Jordaan wurde als Sohn eines Textilfabrikanten in Gronau geboren und leitete später eine Privatbank in Paris. Bertha von Heek stammte aus einer in Enschede lebenden Fabrikantenfamilie. Paris, Enschede und das Landhaus auf dem Rothenberge gehörten zu den Mittelpunkten ihres Lebens. Große Ländereien und auch das Wasserschloss „Haus Welbergen“ zählten zu ihrem Besitz, der nach dem Tod von Bertha Jordaan-van Heek im Jahre 1960 auf die gleichnamige Stiftung überging. Das kinderlos gebliebene Ehepaar hinterließ durch ihre Freundlichkeit, ihre Volksnähe und ihr Sponsoring in Wettringen bis heute einen überaus guten Ruf.